zur aktuellen Lage..
In den Nachrichten und auch überhaupt im Internet geht es ja mal wieder heiß her: Israels Politik und die Notlage des Gazastreifens im Mittelpunkt.
Nun wird Israel sehr für die Abriegelung des Gazastreifens kritisiert. Man kann auch denken, dass sich die öffentliche Meinung zu sehr auf die Seite der Palästinenser schlägt. Nachdem nun hunderttausende Palästinenser sich in Ägypten mit Nahrungsmittel eindecken hat sich doch andererseits die Befürchtung von Seiten Israels bestätigt: Waffen werden auch hineingeholt. Andererseits IST die Lage im Gazastreifen außerordentlich prekär und eine Abriegelung des Gazastreifens IST eine ungerechte Kollektivstrafe.
Warum Israel weiterhin schlecht da steht? Vor der Abriegelung waren es am Tag etwa 50 Kassam-Raketen die auf israelischen Boden geschossen worden sind. Die Zahl und allein die Situation kann ich mir nicht vorstellen. Das ist doch zu irreal, unvorstellbar und unvergleichlich - jedenfalls kann man sich doch nicht ausmalen, dass z.B. Belgien täglich Raketen auf Aachen wirft. Von den Hunderten von Raketen aus dem Gazastreifen treffen sehr wenige auch mal ein Ziel, Tote gibt es sogar nur selten! So gibt es nicht jedes Mal eine Meldung im Ausland, wenn schon wieder ein Haus getroffen oder ein Mensch verletzt worden ist. Der psychologische Schaden ist hier also viel größer – d.h. nicht unbedingt weniger schlimm. Man muss sich vorstellen, dass die Kinder, die in den letzten Jahren in Sderot geboren wurden mit den täglichen Bomben aufgewachsen sind und es gar nicht anders kennen!
Vergleicht man den „ineffizienten“ Beschuss (der ja schon fast zum Lachen wäre, wäre die Situation nicht so schlimm) von den Städten und Kibbutzim um den Gazastreifen herum, wirkt das Israelische Vorgehen doppelt brutal: gut ausgerüstet gehen sie gezielt vor und bei einer erfolgreichen Aktion werden auch Zivilisten getötet. Die Treffsicherheit von den Israelis scheint auch nicht allzu genau zu sein – im Gegensatz zu den Palästinensern treffen sie jedoch eher zu viel als zu wenig Menschen.
Im Gazastreifen ist der psychologische Schaden auch groß, jedoch stehen hier erstmal die Grundbedürfnisse auf der „to-do list“: die Lebensmittelversorgung ist seit Jahren knapp, genau wie die Trinkwasserversorgung (meistens gibt es 2-3 Stunden Wasser pro Tag). Weiter kommt die Überbevölkerung dazu und 81 % der Bevölkerung sind arbeitslos. Ohne fremde Hilfe kann der Gazastreifen noch nicht mal auf einem Bein stehen. Israel unterstützt den Gazastreifen mit Wasser und Strom – wobei Kohle auch von Israel importiert werden muss und Wasser sowieso knapp ist im Nahen Osten. Grundwasser hätte der Gazastreifen übrigens relativ viel. Nur haben die Palästinenser keine effizienten Methoden um daran zu kommen, bzw. holen auch zum Teil zuviel davon an die Oberfläche = sehr unnachhaltig.
Tatsächlich müssen hunderttausende (ich würde sogar sagen mindestens 1 Millionen der 1,4 Mill. starken Bevölkerung) grundlos leiden. Die Extremisten sind in den Unterzahl und dass es sonst in der Bevölkerung viele Unterstützer gibt hängt mit den Umständen und mit der leider sehr, sehr un-selbstkritischen Berichterstattung dort zusammen. Die Selbstverherrlichung und die Kritik an „den anderen“ schüren einen Hass gegen Israelis – und wer würde nicht auch verzweifelt sein, wenn man auf einem 40 km langen und 6-14 km breiten Landstreifen, der vor allem aus Wüste besteht (nur etwa 13 % sind tatsächlich nutzbar für die Landwirtschaft, das sind noch nicht mal 50 km²), gefangen gehalten wird? Natürlich spricht sich dabei der palästinensische Ministerpräsident gegen die Raketen aus – aber er und die übrigen in der Regierung haben eine mehr als schlechte Stellung im Gazastreifen – sie haben nämlich gar keine Einfluss.
Durch die Rückgabe der besetzen Gebiete und einer Etablierung eines palästinensischen Staates würde der Krieg der terroristischen Gruppierungen und Organisationen gegen Israel wahrscheinlich nicht aufhören, ABER diese Gruppen hätten weniger Rückhalt in der Bevölkerung und Israel hätte einen Rückhalt in der UN/EU etc. wenn sie militärisch gegen die Terroristen vorgehen – weil sich Israel an seinen Teil gehalten hat.
Meiner Meinung nach ist dieser Konflikt sehr komplex und zurzeit nicht lösbar, vor allem wenn von beiden Seiten immer wieder Aktionen ausgehen, die einfach nur gestoppt werden sollten (z.B. Siedlungsbau in der Westbank und die Bebombung von Städten in der Negev), aber in den Nachrichten ist der Konflikt andererseits auch überbewertet und es wird zuviel geschrieben. Woher das kommt? Ich vermute einfach, dass für die (zu) vielen Journalisten im Nahen Osten Israel das bequemste Land ist und zusätzlich gibt es immer was zu berichten. Da kann der Herr (meistens) Journalist genüsslich im Café in Jerusalem sitzen, seinen Hafuch schlürfen und über die neusten Taten der IDF berichten.
Nun wird Israel sehr für die Abriegelung des Gazastreifens kritisiert. Man kann auch denken, dass sich die öffentliche Meinung zu sehr auf die Seite der Palästinenser schlägt. Nachdem nun hunderttausende Palästinenser sich in Ägypten mit Nahrungsmittel eindecken hat sich doch andererseits die Befürchtung von Seiten Israels bestätigt: Waffen werden auch hineingeholt. Andererseits IST die Lage im Gazastreifen außerordentlich prekär und eine Abriegelung des Gazastreifens IST eine ungerechte Kollektivstrafe.
Warum Israel weiterhin schlecht da steht? Vor der Abriegelung waren es am Tag etwa 50 Kassam-Raketen die auf israelischen Boden geschossen worden sind. Die Zahl und allein die Situation kann ich mir nicht vorstellen. Das ist doch zu irreal, unvorstellbar und unvergleichlich - jedenfalls kann man sich doch nicht ausmalen, dass z.B. Belgien täglich Raketen auf Aachen wirft. Von den Hunderten von Raketen aus dem Gazastreifen treffen sehr wenige auch mal ein Ziel, Tote gibt es sogar nur selten! So gibt es nicht jedes Mal eine Meldung im Ausland, wenn schon wieder ein Haus getroffen oder ein Mensch verletzt worden ist. Der psychologische Schaden ist hier also viel größer – d.h. nicht unbedingt weniger schlimm. Man muss sich vorstellen, dass die Kinder, die in den letzten Jahren in Sderot geboren wurden mit den täglichen Bomben aufgewachsen sind und es gar nicht anders kennen!
Vergleicht man den „ineffizienten“ Beschuss (der ja schon fast zum Lachen wäre, wäre die Situation nicht so schlimm) von den Städten und Kibbutzim um den Gazastreifen herum, wirkt das Israelische Vorgehen doppelt brutal: gut ausgerüstet gehen sie gezielt vor und bei einer erfolgreichen Aktion werden auch Zivilisten getötet. Die Treffsicherheit von den Israelis scheint auch nicht allzu genau zu sein – im Gegensatz zu den Palästinensern treffen sie jedoch eher zu viel als zu wenig Menschen.
Im Gazastreifen ist der psychologische Schaden auch groß, jedoch stehen hier erstmal die Grundbedürfnisse auf der „to-do list“: die Lebensmittelversorgung ist seit Jahren knapp, genau wie die Trinkwasserversorgung (meistens gibt es 2-3 Stunden Wasser pro Tag). Weiter kommt die Überbevölkerung dazu und 81 % der Bevölkerung sind arbeitslos. Ohne fremde Hilfe kann der Gazastreifen noch nicht mal auf einem Bein stehen. Israel unterstützt den Gazastreifen mit Wasser und Strom – wobei Kohle auch von Israel importiert werden muss und Wasser sowieso knapp ist im Nahen Osten. Grundwasser hätte der Gazastreifen übrigens relativ viel. Nur haben die Palästinenser keine effizienten Methoden um daran zu kommen, bzw. holen auch zum Teil zuviel davon an die Oberfläche = sehr unnachhaltig.
Tatsächlich müssen hunderttausende (ich würde sogar sagen mindestens 1 Millionen der 1,4 Mill. starken Bevölkerung) grundlos leiden. Die Extremisten sind in den Unterzahl und dass es sonst in der Bevölkerung viele Unterstützer gibt hängt mit den Umständen und mit der leider sehr, sehr un-selbstkritischen Berichterstattung dort zusammen. Die Selbstverherrlichung und die Kritik an „den anderen“ schüren einen Hass gegen Israelis – und wer würde nicht auch verzweifelt sein, wenn man auf einem 40 km langen und 6-14 km breiten Landstreifen, der vor allem aus Wüste besteht (nur etwa 13 % sind tatsächlich nutzbar für die Landwirtschaft, das sind noch nicht mal 50 km²), gefangen gehalten wird? Natürlich spricht sich dabei der palästinensische Ministerpräsident gegen die Raketen aus – aber er und die übrigen in der Regierung haben eine mehr als schlechte Stellung im Gazastreifen – sie haben nämlich gar keine Einfluss.
Durch die Rückgabe der besetzen Gebiete und einer Etablierung eines palästinensischen Staates würde der Krieg der terroristischen Gruppierungen und Organisationen gegen Israel wahrscheinlich nicht aufhören, ABER diese Gruppen hätten weniger Rückhalt in der Bevölkerung und Israel hätte einen Rückhalt in der UN/EU etc. wenn sie militärisch gegen die Terroristen vorgehen – weil sich Israel an seinen Teil gehalten hat.
Meiner Meinung nach ist dieser Konflikt sehr komplex und zurzeit nicht lösbar, vor allem wenn von beiden Seiten immer wieder Aktionen ausgehen, die einfach nur gestoppt werden sollten (z.B. Siedlungsbau in der Westbank und die Bebombung von Städten in der Negev), aber in den Nachrichten ist der Konflikt andererseits auch überbewertet und es wird zuviel geschrieben. Woher das kommt? Ich vermute einfach, dass für die (zu) vielen Journalisten im Nahen Osten Israel das bequemste Land ist und zusätzlich gibt es immer was zu berichten. Da kann der Herr (meistens) Journalist genüsslich im Café in Jerusalem sitzen, seinen Hafuch schlürfen und über die neusten Taten der IDF berichten.
rakefet - 23. Jan, 18:22






