Montag, 8. Oktober 2007

القاهرة „die Starke“

Unsere Sukkoth-Ferien haben wir dazu genutzt, Ägypten zu besuchen. Geplant war ein paar Tage in Cairo zu verbringen, dann nach Alexandria und zuletzt in den Sinai zu fahren. Cairo hat uns dann jedoch so gefesselt, dass wir sonst nur einen Abstecher nach Alexandria geschafft haben.

Die meisten Tage hatten eine ähnliche Struktur: gegen Mittag sind wir aufgestanden und nach dem Frühstück haben wir Cairo erkundet: Märkte für Touristen und welche für Einheimische, das islamische und koptische Viertel, die Innenstadt und die "Stadt der Toten" - ein Teil, indem Häuser für Tote gebaut wurden, der aber heute fast wie ein normales Viertel anmutet - Gardencity und "unser" Viertel Manial.
Cairo ist umwerfend. Nicht nur, dass ich immer etwas schwer am atmen war - die Stadt ist die zweitgrösste Metropolregion in ganz Afrika - an jeder Ecke lauert ein anderer Duft, sondern auch sonst hat die Stadt Charme. Viele (ehemalige) wunderschöne Häuser, oft im Kolonialstil, gutgepflegte Vespas und halbtote Autos (die nachts selten ihr Licht benutzen), freundliche Menschen - und wir mitten drin.
Kurz vor sechs war dann auch endlich das Fasten vorbei und wir haben uns ein Plätzchen auf der Strasse gesucht, wo wir mit anderen Moslems das erste Essen am Tag eingenommen haben (meistens Reis, ein kleiner öliger Salat und ein Stückchen Fleisch, aber auch Suppe oder ein süsses Dattelgetränk gab es). Nach der Stärkung ging es weiter, bis wir auf einer Brücke mit Blick auf den gigantischen Nil oder an einer grossen Strasse den ersten Tee bestellt haben und die Ägypter an uns erfreuen lassen haben. Nach einigen Tagen hatten wir auch unsere Stammteestuben. Später sind wir noch weiter geschlendert, haben hier ein Hemd für David gekauft oder dort noch einen Tee genommen.

Eines abends haben wir uns auch eine Felucca-Fahrt geleistet (immerhin 6 CHF pro Stunde...): ein Boot für uns zwei alleine auf dem Nil, mit Lichtern drumherum und einem Bootsführer, der arabische Lieder gesungen hat. An einem anderen Abend waren wir mit Angestellten (Konsulin etc.) von der Schweizer Botschaft essen - interessant und anregend!

Was uns nicht wirklich bewusst war: die Pyramiden liegen genau 12 km vom Stadtzentrum entfernt. Also, sozusagen in der Stadt.. So sind wir dort auch hingefahren, aber nach 20 Minuten waren wir schon gesättigt. Fotos von den Pyramiden und den Touristenbussen gibt es auf der euch bekannten Seite :).
Später haben wir die Schätze im Ägyptischen Museum bewundert. Museum ist jedoch zuviel gesagt: bis auf wenige Ausnahmen ist das Gebäude eine Aufbewahrungs- stätte, gerade zu ein Lager. In lange Regale gestapelt liegen Sarkophage oder es ist 20 mal die selbe Figur ausgestellt. Eine Kuratorin wäre dort dringend von nöten!

Der Tag in Alexandria war kurz, die Nationalbibliotek war wohl das interessanteste - jedenfalls während Ramadan. Ansonsten scheint es seit ein paar Jahren dort eine richtige Café-Kultur zu geben, die wir aber wegen des Festes nicht mitbekommen konnten. Wir haben von der Busstation auch ersteinmal ewig gebraucht um in die Stadt zu bekommen. Durch Vorstadtsslums, vorbei an Müllbergen und einer verdrehten, toten Kuh, bis wir endlich die Tram erreicht haben. Wir haben mit unserer Tramfahrt unser Umfeld belustigt und verwundert- die Fahrt hat uns beide zusammen ganze 10 Rappen gekostet :).

Seit gestern hat nun die Uni wieder begonnen, ich bin nach wie vor begeistert von den Kursen, jedoch auch dauer-übermüdet von der ganzen Arbeit, die auf mich wartet..

Sonntag, 16. September 2007

26 Grad - das Wasser

Nun sind wir glücklich und braun aus dem Urlaub zurück! Es war wirklich schön in Jordanien, wenn auch nicht sehr abwechslungsreich: essen, baden, sonnen, schnorcheln/tauchen, sonnen, essen, ... aber dafür sehr erholsam. Heute beginnt dann meine Uni (gleich, in 45 Minuten...).

Es gibt auch Neuigkeiten bezüglich des Winterurlaubs und zwar unter http://martinson.wordpress.com/

Sonntag, 9. September 2007

Breaking the Silence

Am Freitag Morgen sind wir aufgebrochen um an einer „Tour“ von Breaking the Silence teilzunehmen. Breaking the Silence ist ein Zusammenschluss einiger Soldaten, die in den besetzten Gebieten gedient haben. Das was sie gesehen und auch selbst ausgeführt haben, verschwindet meist unter einem stillen Abkommen der Soldaten. Man spricht nicht drüber. Breaking the Silence bricht nun dieses Schweigen, begonnen haben sie mit einer Fotoausstellung über Situationen in den Gebieten. Die Ausstellung in Tel Aviv hat 7000 Besucher angezogen und seit dem gibt es diese Gruppierung, die Aufklärungsarbeit (Publikationen und Touren) macht sowie mit Palästinensern zusammenarbeitet.

Hebron ist ein Beispiel von vielen, repräsentativ und zudem nur 30 Minuten von Jerusalem entfernt. Hebron ist eine der ältesten besiedelten Städte der Welt und für Juden sowie Moslems heilig, mehrmals wird sie in der Bibel erwähnt. In der Höhle der Patriarchen sind angeblich Sara, Abraham, Isaak, Rebekka, Jakob sowie Lea begraben und König David wurde hier gesalbt. 638 fiel Hebron unter islamischer Herrschaft, 1099 kamen die Kreuzfahrer, im 12. Jahrhundert eroberte Saladin die Stadt zurück und seit dem 15. Jahrhundert (seit der Vertreibung in Spanien) haben sich auch wieder Juden dort angesiedelt. Die Stadt war ausserdem die erste jüdische Hauptstadt.

Im August 1929 fand eines der Massaker in Palästina in Hebron statt, 67 Juden wurden dabei getötet. Der Grossteil der Gemeinde verliess Hebron, die letzten gingen 1949, Hebron gehörte dann bis 1968 zu Jordanien. Hebron wurde danach wieder besiedelt, war sogar die erste Siedlung in den besetzten Gebieten, die natürlich nicht ganz kosher gegründet wurde: Rabbi Moshe Lewinger holte sich die Erlaubnis mit einigen seiner Anhänger Pessach in Hebron zu verbringen. Danach haben sie sich geweigert zurückzugehen. Mit der Regierung haben sie sich letztendlich arrangiert und sind in die Nähe einer Armee Station gezogen. (By the way: in seinem Leben wurde er über 10 Mal verhaftet, attackierte u.a. einen sechs jährigen palästinensischen Jungen, zwang Palästinenser ihre Läden zu schliessen u.v.m.) Zur selben Zeit wurde auch Kiryat Arba gegründet, eine Siedlung vor Hebron, eine der Siedlungen, welche nicht so sehr religiös motiviert erreichtet worden ist (also, irgendwie schon, aber es ist eine der nicht so schlimmen Siedlungen - heute leben dort vor allem Äthiopier und Russen, die dort hinziehen, weil es eben billiger ist, dort zu leben). Von hier aus laufen religiöse Juden an den hohen Festtagen zu der Höhle der Patriarchen und von hier aus wurden auch weitere Siedlungen in Hebron selbst gegründet. So zogen 1979 Frauen und Kinder in ein ehemaliges jüdisches Krankenhaus. Dies galt nicht direkt als Siedlung, da ja die Männer fehlten. Und sie zogen ganz genau dorthin, wo vor 1929 Juden wohnten. Drei weitere Siedlungen haben sich so etabliert, eine fünfte erst vor einem halben Jahr.
1994 gab es ein Massaker in der Höhle der Patriarchen. Noch kurz zu erwähnen: in der Geschichte diente der Ort abwechselnd als Mosche und Synagogen, heute ist ca. ein Viertel Synagoge und drei Viertel Mosche, bewacht von Soldaten. Waffen sind innerhalb der Anlage nicht mehr erlaubt, für niemanden (auch nicht für Offiziere oder so). 10 Tage im Jahr ist die gesamte Anlage an hohen Feiertagen für eine der Religionsgemeinschaften reserviert. Zurück zum Massaker: 1994 stürmte Baruch Goldstein (Arzt in Kiryat Arba) die Mosche in der Höhle der Patriarchen, warf eine Handgranate und eröffnete das Feuer auf die betenden Gläubigen. Damit ermordete er 29 Menschen und verletzte mindestens 150. Er wurde zuletzt mit einem Feuerlöscher erschlagen. Um sein Grab herum wurde ein Schrein gebaut, der aber durch einen Knesset-Beschluss wieder abgebaut wurde. Dennoch ist sein Grab an prominenter Stelle in einem Park angelegt, Steine als Erinnerung auf seinem Grab zeugen von Verehrung einiger Juden in und um Hebron. Seine Grabesinschrift lautet:

Hier ruht der Heilige Dr. Baruch Kappel Goldstein, gesegnet sei das Andenken dieses aufrichtigen und heiligen Mannes, möge der Herr sein Blut rächen, der seine Seele den Juden, der jüdischen Religion und dem jüdischen Land geweiht hat. Seine Hände sind unschuldig und sein Herz ist rein. Er wurde als Märtyrer Gottes am 14. Adar, Purim, im Jahre 5754 (1994) getötet.

Danach gab es Ausschreitungen in Hebron, die noch mehr Todesopfer zur Folge hatten.

Hebron ist heute in zwei Zonen geteilt. H1 und H2. H1 ist pälestinensisch und umfasst den grösseren Teil, es muss eine lebendige Stadt sein (wie wir von weitem hören konnten). H2 ist unter israelischer Kontrolle, hier leben ca. 30.000 Palästinenser (von denen nichts zu sehen war, dazu später) und ca. 800 Siedler, von denen 300 Jeschiva-Studenten sind. Über 500 Soldaten sind ebenfalls dort stationiert. Bis auf die Armee-Posten sind die Strassen leer, ab und zu rollt ein Siedlerauto vorüber, thats it.
Nach dem Massaker 1994 ging man dazu über Puffer-Zonen zwischen den Parteien zu errichten. Und zwar folgendermassen:
- um die Siedler-Häuser herum wurden die Läden der Palästinenser geschlossen
- Palästinensern wurde nicht mehr erlaubt auf den Strassen zu gehen
- Allgemeine Ausgangssperre für Palästinenser, alle 1-2 Wochen durfte jemand einkaufen gehen. 2001-03 gab es im Jahr etwa 500 Tage Ausgangssperre.

Zudem waren Palästinenser den Gewaltakten der Siedler ausgesetzt. Olivenbäume (wichtige Einnahme- und Versorgungsquelle) wurden zerstört, Läden ausgebrannt und Menschen erschlagen. Militär und Polizei standen daneben. Offiziell waren die Soldaten zum Schutz der Siedler dort. Nicht für die Palästinenser.

Wir laufen durch die Geisterstadt, über unseren Köpfen sehen wir palästinensische Kinder und eine Frau auf einem Balkon. Sie haben schon seit über sechs Jahren ihre Füsse nicht mehr auf die Strasse gesetzt. Später passieren wir einen muslimischen Friedhof. Einer der Orte, auf denen sich Menschen bewegen können. Der einzige „Spielplatz“ für die Kinder, die draussen sein dürfen.

Es wurden übrigens auch immer wieder Versuche gemacht, Siedler zu „evakuieren“, d.h. ihre Siedlungen abzubrechen. Der Widerstand ist jedoch sehr zäh, Soldaten wurden attackiert, man hat sie gelassen. Und dann waren die Zeiten auch so ruhig, warum sollte man neue Unruhe stiften? Eine Massnahme war auch, dass Soldaten Häuser zerstörten, damit sich die Siedler nicht darin einnisten konnten. Denn sie breiten sich sehr raffiniert aus: steht ein palästinensisches Haus vor einem Siedler-Haus, brechen die Siedler nach und nach die Mauern durch und machen sich in dem palästinensischem Haus breit. Nach Aussen sieht man das nicht.

Weitere Probleme? Wir liefen durch die leere Hauptstrasse, welche früher der Markt war. Hier hatten viele Palästinenser ihre Geschäfte. Als sie vertrieben wurden mussten sie weiterhin Miete zahlen. Die Siedler warteten nur darauf, dass sie die Miete nicht mehr zahlen können, denn das hätte bedeutet, dass sie die Häuser rechtmässig erwerben konnten. Zuletzt verklagten die Siedler sogar die Mieter, dass sie die Läden ja gar nicht öffnen und niemand dort wohne. Aber wenigstens gab das Gericht diesmal den Palästinensern Recht und sie mussten auch keine Miete mehr zahlen.

Während wir dies alles hörten, erlebten wir auch Siedler: so fuhren Autos an uns vorbei und wir hörten „Glaubt denen (unseren Führern von Breaking the Silence) nicht, sie sind Lügner“ und einer blieb stehen und drehte seine Musik so weit auf, dass wir nichts mehr verstehen konnten.

Wir kamen an der Jeschiwa vorbei. Hier wurden letztens vier Bilder an die Mauern gemalt:
1: Hebron zu biblischen Zeiten (farbenfroh)
2: die Jüdische Gemeinde im 15. Jahrhundert (farbenfroh)
3: Zerstörung im 20. Jahrhundert (schwarz/weiss)
4: Siedlung heute und in Zukunft inklusive Messias - und keine Palästinenser natürlich (farbenfroh).

Weitere erschütternde Geschichten:
- Siedler-Väter halten ihre Kinder (unter 12, dann sind sie noch nicht strafmündig) dazu an, dass sie Pälestinenser mit Steinen bewerfen
- Palästinensische Kinder werden beschimpft, getreten, mit Steinen beworfen wenn sie von der Schule kommen. Auch internationale Helfer und Beobachter schrecken nicht mehr ab. Sie werden ebenfalls attackiert.
- Wir waren zu Besuch bei einem Palästinenser, über dessen Haus sich Siedler niedergelassen haben. Sie benutzen den Garten von dem Palästinenser als Müllgrube, nicht nur Hausmüll, sondern auch Kühlschränke etc werden hinuntergeschmissen. Sein Neffe wurde von einer Siedlerin angehalten, dem Jungen wurde ein Stein in den Mund gestreckt und solange hin und her gerieben, dass ihm die Zähne verstümmelt worden sind.

Breaking the Silence arbeitet viel mit Kameras. Jede Führung wird auf Tape festgehalten, die Reaktionen der Soldaten, die Siedler. Den Palästinensern werden Kameras gegeben, ihr einziges Mittel alles festzuhalten, was ihnen angetan wird. Ob es noch abschreckt, wage ich zu bezweifeln. Einige erschütternde Videos wurden uns als CD mitgegeben. Auf der Homepage müsste es auch welche geben. http://www.shovrimshtika.org/index_e.asp

Wichtig für die Soldaten und die israelische Gesellschaft finde ich auch die Berichte der Soldaten. Es wurden schon über 1000 Erlebnisse und Berichte in „Testimonial booklets“ veröffentlicht. Erschütternd, wie beschrieben wird, dass das Schiessen und das Macht-Gefühl einen so Einnehmen kann, dass man zu allen Gräueltaten bereit ist.

Montag, 3. September 2007

drunter und drueber

Die neue Wohnung ist bezogen,
der Ulpan neigt sich zuende.

Bald sind Ferien und es gibt wieder etwas zu lesen.

versprochen.

Dienstag, 21. August 2007

Ringelblum

Nach der Besichtigung von vielen, vielen hässlichen, geschmacklosen und dreckigen Wohnungen habe ich mich nun entschieden: ab September wohne ich in der Ringelblumstrasse. Überzeugt hat mich nicht unbedingt das Zimmer (obwohl es schon okay und vorallem möbiliert ist), umso mehr aber Nami, meine zukünftige Mitbewohnerin. (Ein weiterer Israeli wohnt auch noch dort, ihn habe ich jedoch noch nicht kennengelernt.) Nami hat einen herzigen "Garten" mit Lemongrass, Minze und Salbei und kann einen Satz auf Deutsch sagen (akzentfrei!):

Achtung deine Schuhe brennen!

Montag, 13. August 2007

Soll ich oder soll ich nicht..?

Mein Zimmer ist ok. Wirklich. Damit kann ich leben. Aber in einer dreckigen Wohnung mit schimmeligen Badezimmer? schimmel Mit lauten Leuten über, neben und unter mir? Mhm. Die Option wäre, mir ein Zimmer in einem Apartment (privacy, air condition, nicer surroundings) zu nehmen. Das klingt gut, jedoch nur, wenn ich das Geld für das Wohnheimzimmer wieder bekomme. Heute habe ich erfahren, dass das möglich ist - ich muss mich aber bis Morgen entscheiden! Was, wenn ich nichts finde?


Soll ich oder soll ich nicht?

Sonntag, 12. August 2007

Wochenende

Nun ist schon wieder Sonntag, das heisst: das Wochenende liegt hinter mir. Dieses Mal haben David und ich uns bei Sabina und Shachaf in Haifa eingeladen - und haben uns recht verwöhnen lassen. Gutes Essen (ohne Ausnahme) und guter Wein (dank David), interessante Gespräche und tolle Orte konnten wir geniessen. Ach ja: und natürlich die wunderbare Aussicht von ihrer Wohnung - direkt auf das Mittelmeer.

Wo wir gewesen sind?

Haifa
Ist zuerst einmal die Partnerstadt von Bremen (das war für alle Bremer :). In der Bibel ist dieser Ort nicht erwähnt, Akko (dazu weiter unten) ist lange Zeit wichtiger als Hafenstadt gewesen. Prägend war für die Stadt die Ansiedlung von süddeutschen Templern und der Besuch Kaiser Wilhelms II., der den Zionismus unterstützte. Später wurde die Stadt bedeutender, auch wegen des Hafenausbaus. Auch legten hier viele Flüchtlingsschiffe an die Ufer Eretz' Israels an.
Bunt gemischt und nicht nur nebeneinander, sondern miteinander leben hier verschiedene Kulturen und Religionen: Christen, Drusen, Muslime, Juden und die Bahai (von denen auch die berühmten Bahai-Gärten in Haifa stammen). Überhaupt scheint mir Haifa als eine der aktivsten Orte in Beziehung auf Interkulturalität und auch Projekten die den Nahostkonflikt betreffen (siehe auch "Bridges of Hope" an der OSO 2003).

Auf dem Weg nach
Daliyat el-Karmel
haben wir an der Strasse zum Frühsücken angehalten: ein drusisches altes Ehepaar bereitete uns leckere Fladen gefüllt mit frischem Ziegenkäse, Zathar und Olivenöl.
Das Drusendorf Daliyat el-Karmel (auf dem Berg Karmel), besteht aus einer Hauptstrasse welche sich durch die Gegend windet. Gesäumt wurde die Strasse von allerlei Kitsch- und Souvenir-Läden. Mit Damascus und Jerusalem können diese jedoch nicht mithalten...

Nazaret
Was soll ich schreiben? Dass es heute einer der grössten Pilgerstätten in Israel ist, muss ich nicht erwähnen. Wir waren nicht sehr lange dort, haben jedoch die katholische Verkündigungsbasilika besucht. Übrigens aber erst 1969 geweiht! Auf ihr steht geschrieben:
Hic verbum caro factum est -
"Hier ist das Wort Fleisch geworden"

In einem Säulengang um die Basilika sind Bilder von Maria aus der ganzen Welt: von Thailand bis Andorra. Zum Teil sehr hässliche Bilder (u.a. von Deutschland). Einer Frau dort war es wohl langweilig - sie hat sich die Fussnägel manikürt...

Akko
Ein wunderbares orientalisches Städtchen!
DSCN3256
Lange war Akko eine recht bedeutende Hafenstadt, eine Festungsmauer erinnert wohl noch an diese Zeit. Heute kann man von eben dieser den aktuellen wichtigen Wirtschaftszweig sehen: die Industrie. Dennoch hat die Stadt und vorallem die Hafengegend einen gewissen Charme beibehalten: gemütliche kleine Gassen, Sonnenschein und Fischgestank - zeitlos und schön.


Es dauert nicht mehr lange - bald sind auch Photos von der Reise und von hier im Internet abrufbar. Wer den Link wissen möchte solle mir doch eine elektronische Nachicht zukommen lassen!

Donnerstag, 2. August 2007

Angekommen...

... in der Wüste.

Mit Einleben und Kennenlernen beschäftigt:

Ist bei dem Wetter Schimmel im Badezimmer normal?
Wie bekomme ich meine Mitbewohnerinnen dazu zu putzen? Sind Amerikaner wirklich so?
Gibt es nur die dicken oder/und aufgebrezelten Amis?
Kennen sie keinen Charme (oder warum läuft jede mit Hotpants herum, auch wenn sie nicht die Figur dafür hat?)? Warum verbietet man ihnen nicht auch im Ausland unter 21 Jahren Alkohol zu trinken?
Schon wieder Streit mit Taxifahrern?
Es ist alles so preiswert hier - warum gebe ich dann soviel Geld für nichts aus?
Kann man ohne Ventilator eine Woche Be'er Sheva überleben?
Wie schafft man es, nicht krank zu werden von der Aircondition?
Warum gibt es hier keine Siemens Mobiltelefone?
Wo ist mein Aufladegerät?
Wieso dürfen wir nicht in den Sinai?
....

P.S. Eindrücke vom Libanon folgen! Und auch mehr über mein Leben in der Wüste.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Ende in Sicht
Nun neigt sich mein Jahr hier zu Ende und ich hatte...
rakefet - 27. Jun, 21:20
Schön übrigens ...
... dass auf Deinem Blog mal wieder was Neues steht....
La_Mia - 12. Jun, 21:11
Ich!
Ergebnis: Sie haben 9 von 9 Punkten erreicht, das entspricht...
La_Mia - 12. Jun, 21:05
ablenkung: israel für...
gerade am lernen (arabisch) habe ich doch dieses mini-quiz...
rakefet - 11. Jun, 18:22
Scheleg/Schnee
Spätestens jetzt haben sich meine Gummistiefel gelohnt:...
rakefet - 31. Jan, 17:12

Syrien
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren