القاهرة „die Starke“
Unsere Sukkoth-Ferien haben wir dazu genutzt, Ägypten zu besuchen. Geplant war ein paar Tage in Cairo zu verbringen, dann nach Alexandria und zuletzt in den Sinai zu fahren. Cairo hat uns dann jedoch so gefesselt, dass wir sonst nur einen Abstecher nach Alexandria geschafft haben.
Die meisten Tage hatten eine ähnliche Struktur: gegen Mittag sind wir aufgestanden und nach dem Frühstück haben wir Cairo erkundet: Märkte für Touristen und welche für Einheimische, das islamische und koptische Viertel, die Innenstadt und die "Stadt der Toten" - ein Teil, indem Häuser für Tote gebaut wurden, der aber heute fast wie ein normales Viertel anmutet - Gardencity und "unser" Viertel Manial.
Cairo ist umwerfend. Nicht nur, dass ich immer etwas schwer am atmen war - die Stadt ist die zweitgrösste Metropolregion in ganz Afrika - an jeder Ecke lauert ein anderer Duft, sondern auch sonst hat die Stadt Charme. Viele (ehemalige) wunderschöne Häuser, oft im Kolonialstil, gutgepflegte Vespas und halbtote Autos (die nachts selten ihr Licht benutzen), freundliche Menschen - und wir mitten drin.
Kurz vor sechs war dann auch endlich das Fasten vorbei und wir haben uns ein Plätzchen auf der Strasse gesucht, wo wir mit anderen Moslems das erste Essen am Tag eingenommen haben (meistens Reis, ein kleiner öliger Salat und ein Stückchen Fleisch, aber auch Suppe oder ein süsses Dattelgetränk gab es). Nach der Stärkung ging es weiter, bis wir auf einer Brücke mit Blick auf den gigantischen Nil oder an einer grossen Strasse den ersten Tee bestellt haben und die Ägypter an uns erfreuen lassen haben. Nach einigen Tagen hatten wir auch unsere Stammteestuben. Später sind wir noch weiter geschlendert, haben hier ein Hemd für David gekauft oder dort noch einen Tee genommen.
Eines abends haben wir uns auch eine Felucca-Fahrt geleistet (immerhin 6 CHF pro Stunde...): ein Boot für uns zwei alleine auf dem Nil, mit Lichtern drumherum und einem Bootsführer, der arabische Lieder gesungen hat. An einem anderen Abend waren wir mit Angestellten (Konsulin etc.) von der Schweizer Botschaft essen - interessant und anregend!
Was uns nicht wirklich bewusst war: die Pyramiden liegen genau 12 km vom Stadtzentrum entfernt. Also, sozusagen in der Stadt.. So sind wir dort auch hingefahren, aber nach 20 Minuten waren wir schon gesättigt. Fotos von den Pyramiden und den Touristenbussen gibt es auf der euch bekannten Seite :).
Später haben wir die Schätze im Ägyptischen Museum bewundert. Museum ist jedoch zuviel gesagt: bis auf wenige Ausnahmen ist das Gebäude eine Aufbewahrungs- stätte, gerade zu ein Lager. In lange Regale gestapelt liegen Sarkophage oder es ist 20 mal die selbe Figur ausgestellt. Eine Kuratorin wäre dort dringend von nöten!
Der Tag in Alexandria war kurz, die Nationalbibliotek war wohl das interessanteste - jedenfalls während Ramadan. Ansonsten scheint es seit ein paar Jahren dort eine richtige Café-Kultur zu geben, die wir aber wegen des Festes nicht mitbekommen konnten. Wir haben von der Busstation auch ersteinmal ewig gebraucht um in die Stadt zu bekommen. Durch Vorstadtsslums, vorbei an Müllbergen und einer verdrehten, toten Kuh, bis wir endlich die Tram erreicht haben. Wir haben mit unserer Tramfahrt unser Umfeld belustigt und verwundert- die Fahrt hat uns beide zusammen ganze 10 Rappen gekostet :).
Seit gestern hat nun die Uni wieder begonnen, ich bin nach wie vor begeistert von den Kursen, jedoch auch dauer-übermüdet von der ganzen Arbeit, die auf mich wartet..
Die meisten Tage hatten eine ähnliche Struktur: gegen Mittag sind wir aufgestanden und nach dem Frühstück haben wir Cairo erkundet: Märkte für Touristen und welche für Einheimische, das islamische und koptische Viertel, die Innenstadt und die "Stadt der Toten" - ein Teil, indem Häuser für Tote gebaut wurden, der aber heute fast wie ein normales Viertel anmutet - Gardencity und "unser" Viertel Manial.
Cairo ist umwerfend. Nicht nur, dass ich immer etwas schwer am atmen war - die Stadt ist die zweitgrösste Metropolregion in ganz Afrika - an jeder Ecke lauert ein anderer Duft, sondern auch sonst hat die Stadt Charme. Viele (ehemalige) wunderschöne Häuser, oft im Kolonialstil, gutgepflegte Vespas und halbtote Autos (die nachts selten ihr Licht benutzen), freundliche Menschen - und wir mitten drin.
Kurz vor sechs war dann auch endlich das Fasten vorbei und wir haben uns ein Plätzchen auf der Strasse gesucht, wo wir mit anderen Moslems das erste Essen am Tag eingenommen haben (meistens Reis, ein kleiner öliger Salat und ein Stückchen Fleisch, aber auch Suppe oder ein süsses Dattelgetränk gab es). Nach der Stärkung ging es weiter, bis wir auf einer Brücke mit Blick auf den gigantischen Nil oder an einer grossen Strasse den ersten Tee bestellt haben und die Ägypter an uns erfreuen lassen haben. Nach einigen Tagen hatten wir auch unsere Stammteestuben. Später sind wir noch weiter geschlendert, haben hier ein Hemd für David gekauft oder dort noch einen Tee genommen.
Eines abends haben wir uns auch eine Felucca-Fahrt geleistet (immerhin 6 CHF pro Stunde...): ein Boot für uns zwei alleine auf dem Nil, mit Lichtern drumherum und einem Bootsführer, der arabische Lieder gesungen hat. An einem anderen Abend waren wir mit Angestellten (Konsulin etc.) von der Schweizer Botschaft essen - interessant und anregend!
Was uns nicht wirklich bewusst war: die Pyramiden liegen genau 12 km vom Stadtzentrum entfernt. Also, sozusagen in der Stadt.. So sind wir dort auch hingefahren, aber nach 20 Minuten waren wir schon gesättigt. Fotos von den Pyramiden und den Touristenbussen gibt es auf der euch bekannten Seite :).
Später haben wir die Schätze im Ägyptischen Museum bewundert. Museum ist jedoch zuviel gesagt: bis auf wenige Ausnahmen ist das Gebäude eine Aufbewahrungs- stätte, gerade zu ein Lager. In lange Regale gestapelt liegen Sarkophage oder es ist 20 mal die selbe Figur ausgestellt. Eine Kuratorin wäre dort dringend von nöten!
Der Tag in Alexandria war kurz, die Nationalbibliotek war wohl das interessanteste - jedenfalls während Ramadan. Ansonsten scheint es seit ein paar Jahren dort eine richtige Café-Kultur zu geben, die wir aber wegen des Festes nicht mitbekommen konnten. Wir haben von der Busstation auch ersteinmal ewig gebraucht um in die Stadt zu bekommen. Durch Vorstadtsslums, vorbei an Müllbergen und einer verdrehten, toten Kuh, bis wir endlich die Tram erreicht haben. Wir haben mit unserer Tramfahrt unser Umfeld belustigt und verwundert- die Fahrt hat uns beide zusammen ganze 10 Rappen gekostet :).
Seit gestern hat nun die Uni wieder begonnen, ich bin nach wie vor begeistert von den Kursen, jedoch auch dauer-übermüdet von der ganzen Arbeit, die auf mich wartet..
rakefet - 8. Okt, 23:50







